Dies ist das Archiv der Linkspartei / WASG / DIE LINKE bis Anfang 2008
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BPT Geseke

DIE LINKE in der Hellweg-Region Kreis Soest, Lippstadt, Warstein, Anröchte, Erwitte, Geseke, Rüthen, Bad Sassendorf, Lippetal, Werl, Welver, Wickede, Ense, Möhnesee, Soest

Bundesparteitag der Partei
Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative (WASG)
am 18. & 19.11.2006 in Geseke-Eringerfeld

Der Sprecher der WASG Hellweg
Manfred Weretecki hielt die Eröffnungsrede:

 
Sehr geehrte Gäste! Liebe Delegierte!

Ich darf euch im Namen des Kreisverbandes Hellweg hier im Kreis Soest ganz herzlich begrüßen.
Einigen wird der Kreis Soest wahrscheinlich nicht allzu viel sagen. Ich will euch hier natürlich nicht mit Heimatkunde langweilen, trotzdem ein paar Worte damit ihr wisst, wo ihr hier gelandet seid: Mit Soest, Lippstadt und Geseke haben wir alte Handelstädte im Kreis.
Der Begriff Hellweg, an dem diese alten Städte liegen, stammt von einer alten Handelsstraße. Heute ist daraus die Bundesstrasse 1 geworden. Bekannter dürfte das Warsteiner Bier sein, das in der gleichnamigen Stadt gebraut wird. Einige werden sicher auch noch den Möhnesee kennen, das ist nämlich der größte Stausee in Nordrhein-Westfalen, er wird auch bescheiden - wie wir Westfalen nun mal sind - das westfälische Meer genannt. Wer jetzt Lust auf mehr Infos bekommen hat, der kann sich unsere Wandzeitung, die am Ausgang hängt, anschauen.
Hierfür und natürlich für alles andere, was er für den KV Hellweg leistet, möchte ich unserem Schatzmeister / Pressesprecher Michael Bruns ganz herzlich danken.

Grüßen darf ich euch auch vom Kreisverband Soest-Hochsauerland der Linkspartei. Mit den Genossen pflegen wir ein hervorragendes Verhältnis. Wir haben mit unseren Freunden aus der Linkspartei ein Freundschafts- und Kooperations-Abkommen geschlossen, das unter anderem aussagt, das wir alles gemeinsam machen und das setzen wir auch konsequent um.

Ich will hier aber nicht so tun als wenn wir keine Probleme hatten. In 2005 gab es in unserem Kreisverband massive Probleme, Günter Blocks und Ingrid Remmers vom Landesvorstand NRW werden sicher noch mit Schrecken an diese Zeit denken. Der Streit eskalierte weil ein Teil des damaligen KV Soest die Urabstimmung - zur Kandidatur für die Bundestagswahl auf den Listen der Linkspartei - einfach ignorierte.

Einigen ist vielleicht auch noch der Auftritt von Teja Heidenreich in Report München, wo er vom angeblich skandalösen Finanzgebaren der WASG sprach, in Erinnerung. Der war leider mal Mitglied in unserem KV.

Mittlerweile sind wir wieder vereint allerdings mit Verlust von ein paar Mitgliedern für die „links“ ein Schimpfwort ist.

Seitdem diskutieren wir natürlich auch noch manchmal kontrovers über Strömungen, Richtungen usw., aber wir haben aus der Vergangenheit gelernt und darum sind es sind immer faire Diskussionen, wobei die Richtungen Querbeet durch beide Kreisparteien gehen und nicht in WASG- und Linkspartei-Blöcken festgemacht werden können.

Deswegen hoffe ich, dass wir bei allen notwendigen Diskussionen auf diesem Parteitag nicht vergessen wer unser Gegner ist, nämlich CDU, FDP, SPD und Grüne und nicht die Parteifreunde in irgendwelchen Strömungen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, einen erfolgreichen Parteitag

Danke

Pressemitteilung 19.11.2006

WASG Bundesparteitag in Geseke-Eringerfeld
Der neue Vorstand ist (fast) der alte

Am zweiten Tag des WASG Bundesparteitages in Geseke-Eringerfeld standen heute die Behandlung des Leitantrages und die Neuwahl des WASG-Bundesvorstandes auf der Tagesordnung.

Der neue Vorstand ist (fast) der alte. Der geschäftsführende Bundesvorstand mit Felicitas Weck, Klaus Ernst, Axel Troost sowie Schatzmeister Thomas Händel wurde vollständig wiedergewählt. Der Vorstand hat damit das Mandat den Parteibildungsprozess von WASG und Linkspartei selbstbewusst weiterzuführen.

In den erweiterten Vorstand sind Christine Buchholz, Jürgen Klute, Ralf Krämer, Martina Sacher, Heidi Scharf, Michael Schlecht, Ulrike Zerhau, Thies Gleiss, Christel Rajda, Lucy Redler, Fritz Schmalzbauer und Thomas Waldheim vertreten. Die KitikerInnen am bisherigen Kurs der Partei sind damit weiterhin nur mit zwei Sitzen im Bundesvorstand vertreten; Mit Thies Gleiss (wiedergewählt) und der Berlinerin Lucy Redler (neu).

Es wurden verschiedene Anträge zum Leitantrag des Bundesvorstands zur Parteibildung behandelt. Der Antrag, den “demokratischen Sozialismus” als Parteiziel der neuen vereinigten Linken zu definieren, findet keine Mehrheit, die Forderung nach Überführung von Schlüsselindustrien in öffentliches Eigentum gemäß Artikel 15 GG dagegen wurde vom Parteitag mehrheitlich befürwortet. Der Antrag, dem Eckpunkteprogramm im Abschnitt “Militarisierung der Außenpolitik” die Absage an Auslandseinsätze der Bundeswehr auch unter Führung der UNO hinzuzufügen, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Die “Mindestbedingungen für Regierungsbeteiligungen” wurden mit großer Mehrheit insofern präzisiert, als die Privatisierung öffentlichen Eigentums grundsätzlich abgelehnt und Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst generell nicht durchgeführt werden dürften, vielmehr höhere Steuern auf große Gewinne und Vermögen erhoben werden sollten. Unter dem Punkt “Alternative Energien” wurde mit großer Mehrheit gefordert, schnell aus der Atomenergie auszusteigen und die Umstellung auf alternative Energien (Windkraft, Biogas, Sonnenenergie…) voranzutreiben, ebenso wie die die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien durch Forschungsinvestitionen. Die Forderungen zur Ämterhäufung und zur Trennung von Amt und Mandat wurden mit deutlicher Mehrheit verschärft; Mandatsträger sollen nicht gleichzeitig Amtsinhaber sein und Delegierte sich nicht aus dem Kreis der Mandatsträger und ihrer abhängig Beschäftigten rekrutieren. Mit einigen weiteren Änderungen wurde der Leitantrag des Bundesvorstands mit großer Mehrheit vom Plenum beschlossen.

Weitere Informationen zum Parteitag unter:
http://www.w-asg.de/
http://parteitag.w-asg.de/
http://parteitag.wasg-bayern.de/

Oskar Lafontaine und Gregor Gysi beim WASG Bundesparteitag
in Geseke-Eringerfeld

Beim WASG-Bundesparteitag in Geseke-Eringerfeld waren am Samstag 18.11.2006 die beiden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion "DIE LINKE" Gregor Gysi und Oskar Lafontaine zu Gast. Beide bekamen standing ovations für ihre Reden, in denen sie für eine geeinte Linke in Deutschland warben. Diese ist nötig um die Interessen der Mehrheit der Gesellschaft, der abhängig Beschäftigten, der RenterInnen und Arbeitslosen wieder politisch in den Vordergrund zu stellen und somit mehr Demokratie zu schaffen, so Lafontaine und Gysi.

Der Sprecher der Linkspartei Soest-Hochsauerland Dietmar Schwalm und der Sprecher der WASG Hellweg Manfred Weretecki hatten Gelegenheit Oskar Lafontaine und Gregor Gysi persönlich zu begrüßen. Manfred Weretecki hatte den Parteitag mit einem Grußwort für den gastgebenden Soester Kreisverband eröffnet.

Am abend beschlossen die WASG-Delegierten fast einhellig die Partei ins Vereinsregister einzutragen um die Fusion mit der Linkspartei nach dem Umwandlungsgesetz im nächsten Jahr möglich zu machen. WASG und Linkspartei.PDS werden voraussichtlich im Juni 2007 zu einer neuen Partei funsionieren.

Am Sonntag stehen die Behandlung des Leitantrages und die Neuwahl des WASG-Bundesvorstandes auf der Tagesordnung.
Auf dem Foto von links nach rechts: Dietmar Schwalm (Linkspartei Soest-Hochsauerland), Oskar Lafontaine (DIE LINKE MdB), Gregor Gysi (DIE LINKE MdB) und Manfred Weretecki (WASG Hellweg).

Bilder (c) Ireneusz Litzbarski (fast alle), Michael Bruns
und
http://galerie.wasg-bayern.de/

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